Ironman-Lanzarote 2010

André Hoek berichtet von seinen Vorbereitungen und Erfahrungen

Radtour auf der Küstenstrasse

Gestern kam ich auf die Idee, nochmal schnell ein paar Kilometer mit dem Rad abzuspulen. Auf der Karte habe ich gesehen, das eine Straße direkt bis in den Süden der Insel führt.Diese wollte ich entlang fahren.

Nachdem ich noch einen kleinen Abstecher Pozzo Isquierde gemacht hatte, weil ich falsch abgebogen war, machte ich mich auf den Weg gen Süden.

Als ich Zuhause los fuhr, war es fast windstill und etwas bewölkt. Je weiter ich jedoch nach Süden kam, umso mehr frischte der Wind auf. Ich bemerkte dies zunächst nicht, da ich den Wind im Rücken hatte. Da es über zehn bis fünfzehn Kilometer noch leicht bergab ging, heizte ich im Schnitt mit 40 bis 45 Stundenkilometern dahin und brauchte fast keine Kraft aufzuwenden.

Der Rückweg gestaltete sich da schon schwieriger. In Nuevo Europe dreht ich um. Plötzlich war mir als wenn ich zwei platte Reifen hätte. Durch den Gegenwind und dadurch das es nun fast ständig bergauf ging, stand ich ziemlich auf dem Schlauch.

Mit Ach und Krach schaffte ich es zurück nach Cruce. Der Weg hätte keine fünf Kilometer länger sein dürfen. Am Abend standen 40 Kilometer auf dem Tacho. Ich war zwar einigermaßen stolz auf meine Leistung, doch wenn ich an die harte Radstrecke von Lanzarote denke, habe ich noch einiges an Training vor mir.

In den letzten Tagen bemerkte ich das ich eigentlich immer müde war, obwohl ich ausreichend schlief. Ich führte dies zuerst auf die Belastungen beim Training zurück. Als ich mich im Triathlon-Forum ein wenig zu dem Thema belas, kam ich auf die Idee diese Müdigkeit könnte auf Eisenmangel zurückzuführen sein. Nun achte ich darauf stets ausreichend mit Mineralien versorgt zu sein, doch an Eisen hatte ich nicht gedacht. Schon eine Stunde nach der Einnahme der Tablette ging es mir um 100 Prozent besser.
Heute werde ich noch einen kleinen 10 Km-Lauf absolvieren. Mal schauen ob ich heute am Strand entlang laufen kann oder ob wieder Flut ist.

Erneut im Tal des Todes

Heute stand wieder Lauftraining auf dem Programm.

Ich war wieder auf meiner Runde durch das Tal des Todes. Da heute aber durchgängig der Wind blies, bin ich mit nur einer Gehpause um den Kurs gekommen. Die musste ich an einem recht steilen Wegstück machen. Gerade an dieser Stelle war auch der kühlende Wind nicht zu spüren. Aber beim nächsten Mal überlaufe ich die Stelle.

Da ich heute in einem wirklich gutem Triathlon-Forum mehrfach ermahnt wurde es ruhig angehen zu lassen, bin ich heute betont langsam gelaufen. Glaubte ich jedenfalls. Mein Laufstil erinnerte mehr an einen Geher. Keine großen Schritte und bewusst den Speed herausgenommen. Besonders bergab. Alles möglichst schonend für Bänder und Gelenke.

Wie mir heute erklärt wurde, erinnern sich meine Muskeln aufgrund des Leistungssports der vergangenen Jahre ziemlich schnell und werden ein gutes Wachstum hinlegen. Ebenso wird sich mein Kreislauf sehr schnell wieder an die Belastungen gewöhnen.

Doch Knochen und Bänder kommen da nicht mit. Die brauchen für die Anpassung deutlich länger. Die Zeit will ich mir auf jeden Fall nehmen. Ich würde mich furchtbar ärgern, wenn ich mitten in der Wettkampfvorbereitung aufgrund von irgendwelchen Wehwehchen pausieren müsste. Vielleicht belasse ich es vorerst dabei, nur zweimal die Woche zu laufen und konzentriere mich mehr aufs Rad.

So haben die Sehnen und Gelenke Zeit sich anzupassen und durch das Radtraining werde ich an Gewicht verlieren, was die Belastung auch nochmal um einiges mindert.

Am Ende des Laufes standen für 10 Km 51 Minuten auf der Uhr, allerdings war der Puls insgesamt nur bei 149. Sonst immer zwischen 154 und 156.

Insgesamt also ein guter Tag.

Gleich nochmal Laufen

Trotzdem ich vom gestrigen Radtraining einen schönen Muskelkater hatte, bin ich heute nochmal gelaufen. Ungefähr 8 km in 45 Minuten. Mein Durchschnittspuls lag bei 154. Ein guter Wert.

Eigentlich wollte ich nach 500 Metern schon umkehren, doch dann habe ich es einfach drauf ankommen lassen. Kurze Zeit später wichen die Schmerzen vom Muskelkater, dem Brennen der Anstrengung :-). Ein schönes Gefühl!

Ich habe festgestellt, dass beim Laufen und Radfahren ganz unterschiedliche Muskeln in den Beinen benutzt werden. Somit dürfte es also kein Problem sein, einen Tag Rad zu fahren und den anderen Tag zu laufen.

Schlimm ist nur der Gegenwind auf der Hinstrecke. Das bremst einen ganz schön aus. Doch auf Lanzarote ist auch immer Wind. Ideale Trainingsbedingungen also.

Insgesamt lief es heute auch schon etwas besser, als am Montag. Von gut bin ich aber noch ein Stückchen entfernt. Aber das wird…

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