Ironman-Lanzarote 2010

André Hoek berichtet von seinen Vorbereitungen und Erfahrungen

Erstes Schwimmen im Meer

Gestern gab es einen Tag trainingsfrei. Den haben meine müden Beine gut gebrauchen können. Heute hätte ich schon wieder einen Lauf machen können, doch ich wollte meinen neuen Neoprenanzug mal im Meer ausprobieren. Außerdem wollte ich vernünftig Kraulen lernen.

Kampf mit den Wellen

Leider war nicht viel mit Schwimmen. Teilweise waren die Wellen höher als einen Meter und brachen auch ziemlich weit draußen. Wenn man mit dem Kopf aus dem Wasser kommt und atmen will und im selben Augenblick gerade eine Welle über dem Kopf bricht, schluckt man entweder ordentlich Wasser oder hat genug Luft um noch einmal durchzuziehen und dann zu atmen. Ich habe Wasser getrunken.

Kurz bevor ich den Strand verlassen habe, kam jemand der zog wie ein Pfeil durchs Wasser. Er benutzte einen kleinen Schnorchel. Ich muss das beim nächsten Mal ausprobieren, denn Wellen sind an “meinem” Strand ziemlich oft. Auf jeden Fall sitzt der Neoprenanzug wie eine zweite Haut und die neue Schwimmbrille ist auch dicht.

Heute Abend werde ich mit Pierre noch ein paar Hanteln stemmen und am Boxsack trainieren. Gleich geht es los. Morgen steht dann wieder Laufen auf dem Programm.

Auf der Suche nach dem Schwimmbad

Heute habe ich mich auf die Suche nach einem Schwimmbad gemacht. Von einer Bekannten hatte ich den Tipp bekommen, dass gleich im Nachbarort eines ein soll. Also bin ich aufs Fahrrad gestiegen und hatte mich auf die Suche gemacht.

Als ich es gefunden hatte, haben mich die Preise ganz schön geschockt. Für 45 Minuten soll ich drei Euro berappen. Monatskarten gibt es nicht. Wenn ich daran denke wieviel Stunden ich im nächsten Jahr im Wasser verbringen werde, dann ist das wohl doch etwas teuer. Dann werde ich eben im Meer trainieren.

Also habe ich noch einen Abstecher an den Strand unternommen. In Playa Arinaga sind gute Möglichkeiten gegeben. Das hat natürlich den Vorteil das ich gleich unter Wettkampfbedingungen trainieren werde. Dank des immer guten Wetters auf Gran Canaria müsste dies eigentlich ganzjährig möglich sein. Ich werde sehen.

Für das Schwimmtraining habe ich mir auch gleich noch einen schönen neuen Schwimm-Neoprenanzug zugelegt. Den gab es im Sonderangebot für nur 30 Euro. Und weil ich schon mal da war, gleich noch eine Schwimmbrille und ein paar kurze Lauf-Shirts. Jetzt bin ich bestens gerüstet.

Eines ist mir heute wieder sehr positiv aufgefallen. Wenn man hier mit dem Fahrrad unterwegs ist, gibt es absolut keinen Stress mit den Autofahrern. Kein Drängeln, kein Überholen mit zu wenig seitlichem Abstand. Im Gegenteil man wird sehr zuvorkommend und rücksichtsvoll behandelt. Ich sags immer wieder, die Kanaren sind geil!

Fast nebenbei konnte ich heute noch zwanzig Kilometer mit dem Rad zurücklegen. Dank Wind, rauem Asphalt und den Bergen eine ordentlich anstrengende Tour. So soll es sein.

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