Gestern habe ich das Training ausfallen lassen. Ich war einfach nur müde. Vielleicht habe ich meinem Körper zu Beginn doch etwas zu viel zugemutet. Es ist am Anfang nicht leicht, sich an die richtige Trainingsbelastung heranzutasten. Aber das bekomme ich hin.
Heute bin ich die 6 Km zum Schwimmbad in etwa 35 Minuten gelaufen. Dann unter die Dusche und rein ins Becken. Ich bin heute in 45 Minuten 1200 Meter geschwommen. Das ist eine Leistungssteigerung von 450 Metern zum letzten Mal in der selben Zeit. Ich habe selbst gestaunt.
Dabei bin ich bewusst langsam und ruhig geschwommen. Dadurch, dass ich mir tempomäßig keinen Druck gemacht habe, brauchte ich nach jeder Bahn auch weniger Zeit zum Ausruhen. An jedem Bahnende habe ich für acht Atemzüge ausgesetzt und habe mich wieder auf den Weg gemacht. Dadurch kam wahrscheinlich die höhere Leistung zustande.
In der Mitte der letzten Bahn erwischte mich noch ein ziemlich übler Wadenkrampf. Ich habe das Bein ausgestreckt, die Zehen nach oben gebogen, nichts half. Nach etwa einer Minute bin ich dann quer zum Beckenrand geschwommen und plötzlich ging es wieder.
Als angehender Ironman, bin ich natürlich wieder zurück in meine Bahn und wollte weiter schwimmen. Beim ersten Schwimmzug, war der Krampf wieder da.
Mit Mühe und Not erreichte ich den Beckenrand und bin ziemlich kläglich aus dem Wasser geklettert. Kaum war ich draußen, ging es wieder, obwohl die Wade noch ganz ordentlich weh tat.
Das hat mich aber nicht davon angehalten die 6 Km Rückweg wieder zu Laufen. Wieder in 35 Minuten.
Auf jeden Fall war das Training in seiner Gesamtheit heute sehr anstrengend. Aber das soll es ja auch sein. Zum Ironman wird man schließlich nicht einfach so. Mich erstaunt wie gut ich das Schwimmen in den Griff bekomme. Früher war nach 25 Metern Kraul einfach Schluß. Heute 1,2 Km!!!
Ich muss sagen das die 3,8 Km so langsam ihren Schrecken verlieren. Bis ich allerdings so weit bin, gibt es noch jede Menge Arbeit.
geschrieben am 25. Juni 2008 um 23:34 Uhr von admin
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Heute wollte ich eigentlich aufs Rad und danach ein bisschen an den Sandsack hauen. Doch ich bin verhindert. Höhere Gewalt im wahrsten Sinne des Wortes. Die Sonne ist Schuld.
Gestern am Strand habe ich mir die Beine verbrannt!!! Aber wie! Ich konnte heute Nacht kein Auge zumachen.
Nun kenne ich ja die kanarische Sonne und bin entsprechend vorsichtig, doch gestern hat alle Vorsicht nichts genutzt. Wir haben uns zwar die meiste Zeit im Schatten aufgehalten, aber wohl nicht lange genug.
Man kann auch richtig gut erkennen, bis wo der Neo gereicht hat.
Heute kann ich kaum laufen. Es spannt und brennt, zum Verücktwerden. Besonders, wenn ich auf einer Stelle stehe oder von einem Stuhl aufstehe.
Auf jeden Fall wird morgen eine vernünftige Sonnenschutz-Creme gekauft. Gibt es eigentlich Lichtschutzfaktor 1000? Aber das wäre dann wohl ein Bitumenanstrich.
Heute bekommen mich keine zehn Pferde in die Sonne. Allein der Gedanke verursacht schon wieder Schmerzen. Hoffentlich ist es morgen besser.
Ich werde mich gleich aufs Sofa begeben und meine Verwundungen pflegen. Bin ich dadurch nicht eigentlich schon ein Ironman…?
geschrieben am 22. Juni 2008 um 18:11 Uhr von admin
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Wir waren heute mit unserem Besuch aus Deutschland erneut am Meer. Ich habe die Gunst der Stunde gleich genutzt, um ein wenig zu schwimmen. Rein in den Neo, Schwimmbrille auf und höchst professionell ins Wasser gestiegen. Aber nur um nach etwa 100 Metern Kraul nach Luft jappsend wieder aufzutauchen.
Natürlich war ich nur zu schnell und die Wellen und der Wind….
Ich muss sagen, dass der Weg zu 3,8 Km beim Ironman noch sehr lang ist. Im Augenblick schaffe ich gerade mal 300 Meter. Dann ist Ende.
Obwohl ich rein Kräftemässig durchaus noch konnte. Aber die liebe Luft…. Und ohne ist auch schlecht.
Ich habe mich auch an die Ratschläge aus dem Triathlon-Forum gehalten und bin betont langsam geschwommen, doch auf die Dauer hat das nicht viel genutzt.
Mein Problem war, dass ich langsam los schwamm und auch gut mit der Atmung zurecht kam. Zum Ende der Strecke brauchte ich mehr Luft. Die Folge war, dass ich schneller schwamm um schneller wieder atmen zu können. Dass das nicht lange gut ging, kann man sich an drei Fingern abzählen.
Auf jeden Fall habe ich heute einen guten Kilometer im Meer abgerissen und ungefähr einen Liter Salzwasser getrunken (Scheiß Wellen!).
Übrigens wird doch immer geraten Vergiftungsopfern Salzwasser zu trinken zu geben. Praktisch als Hilfe um sich übergeben zu können.
Ich kann nur sagen: “It works”.
Mein Hund “Herr Meyer”, der alte Schwimm-Schisser, ist mir heute auch noch in eine dicke Brandungswelle geraten. Er bekam einen Gratis-Vollwaschgang. Zum Glück hatte ich ihn an der Leine. Also an der Hundleine, nicht zum trocknen.
Er wollte danach nicht mehr ins Wasser.
Auf jeden Fall ist sein Fell jetzt viel flauschiger und er stinkt auch nicht mehr so nach Hund.
Als wir den Strand verließen, hat er sogar ein bisschen gelächelt…
geschrieben am 21. Juni 2008 um 21:35 Uhr von admin
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Heute stand wieder Lauftraining auf dem Programm. Ich hatte mir gedacht, dass man beim Ironman in Lanzarote am Nachmittag in der Sonne und Hitze läuft. Das wollte ich heute mal ausprobieren. Ich hatte mir eine 10 Km-Runde auserkoren. Die Strecke führt von Cruce Arinaga an der Hauptstraße entlang nach La Banda und dann einen kleinen unbefestigten Weg, am Fuße der Berge, zurück.
Die Sonne schien und als ich los lief, wehte der auf Gran Canaria immer wehende Wind. Natürlich von vorn…
Als ich den Berg von La Banda hinaufgekeucht war und den Wind eigentlich im Rücken hätte haben müssen, hörte der natürlich auf zu blasen. Von La Banda zurück ist es ziemlich hügelig und in den Senken weht eh schon kein Wind. Nun war auf dem ganzen Rückweg Windstille. In der Sonne waren es nach Thermometer etwa 40°. Gefühlt etwa 100°. Und kein Schatten weit und breit.
Am Wegesrand lagen die Überreste verendeter Tiere. Die Knochen von der Sonne gebleicht. In der Ferne sah ich im Hitzegeflirr Oasen und Kamelkarawanen. Es könnten allerdings auch Fata Morganen gewesen sein. Denn als ich näher kam, war nichts mehr davon zu sehen. Dieser Teil der Wegstrecke heißt ab heute “Death Valley”.
Auf dem Weg durch dieses Tal des Todes, musste ich immer wieder Gehpausen einlegen, obwohl ich konditionell noch gut drauf war. Doch mir war waaaarm!!!!!!!
Als ich nach Hause kam lief mir der Schweiß in kleinen Bächen vom Körper.
Trotz allem ist für meine Verhältnisse noch eine ganz passable Zeit dabei herum gekommen. Für etwa 10 Km brauchte ich 52 Minuten. Der Durchschnittspuls lag bei 156.
Trotzdem werde ich solche Läufe in der größten Hitze vorerst nicht trainieren. Damit werde ich erst in der unmittelbaren Wettkampfvorbereitung wieder anfangen. Vielleicht im Januar 2009….
Bis dahin sind die Abendstunden die perfekte Zeit zum Laufen.
geschrieben am 16. Juni 2008 um 20:45 Uhr von admin
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Seit einigen Jahren plage ich mich mit dem Gedanken, sportlich noch etwas Großes auf die Beine zu stellen, ehe ich zu alt werde. Zuerst dachte ich an einen Marathon, doch dann sah ich neulich im Fernsehen (Stern-TV mit Günther Jauch) wie vier Couch-Potatos es in acht Monaten geschafft hatten, sich so fit zu machen, dass sie den Ironman auf Lanzarote finishen konnten. Das wollte ich auch.
Ich gebe es zu, der Gedanke an einen Ironman kam mir schon einige Jahre früher. Doch bisher hatte ich immer nur voller Ehrfurcht zu diesen Super-Sportlern aufgeschaut. Bis zu jenem denkwürdigen Fernsehbeitrag…
Meine sportlichen Aktivitäten hatten sich bisher darauf beschränkt, meinen Sandsack zu verhauen und ein paar Hanteln zu stemmen. Vor ca. einem Jahr hatte ich mal ein halbherziges Rennrad-Training begonnen, doch dies irgendwann aus “Zeitgründen” wieder eingestellt. Mein schönes neues Bianchi-Rad ist insgesamt noch keine 3.000 Km gefahren.
Das wird ab jetzt geändert!
Nächstes Jahr am 23. Mai, absolviere ich, wenn Gott will und ich lebe, den Ironman auf Lanzarote. Punkt.
Ich habe sehr genau über den Trainingsaufwand nachgedacht und auch alles mit meiner Frau besprochen. Vor allem wegen der Zeit, die ich im nächsten Jahr irgendwo in der Landschaft Gran Canarias verbringen werde, als mit ihr auf dem heimischen Sofa. Sie hat es mir erlaubt.
Heute habe ich mein erstes Lauftraining hinter mich gebracht. Stante pedes 10 Km in knapp 50 Minuten. Das hat mir Mut gemacht. Vielleicht bin ich ja mit meinen 38 Jahren doch noch nicht zu alt.
Ich werde Euch auf dem Laufenden halten (oder besser mich) wie es weitergeht.
geschrieben am 9. Juni 2008 um 23:42 Uhr von admin
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