Ironman-Lanzarote 2009

André Hoek berichtet von seinen Vorbereitungen und Erfahrungen

Training beginnt sich auszuzahlen

Gestern bin ich wieder meinen Berg nach Agüimes hochgelaufen. Naja, zur Hälfte. Ich hätte noch weiter gekonnt, doch ich war verabredet und hatte nur eine Stunde zur Verfügung. Beim nächsten Lauftraining, steht der ganze Berg auf dem Programm.

Ich muss sagen, dass das Training sich langsam positiv bemerkbar macht.

Erinnerte mein Laufstil bisher eher an einen athritischen Rentner, dem man den Rollator geklaut hatte, so springe ich jetzt wie ein junger, brünftiger Hirsch auf der Suche nach seinen Mädels durch die Lande. Es geht wirklich von Mal zu Mal besser.

Heute ist Trainingsfrei und morgen werde ich wieder mein Lauf-, Schwimmtraining absolvieren.

Laufen am Berg

Heute kam ich auf die Idee, die Strecke nach Agüimes hoch zu laufen.

Der Anfang des Weges geht permanent bergauf und ist gekrönt von richtig harten Serpentinen. Ich bin in einer halben Stunde von Arinaga bis auf etwa 400 Meter Höhe gelaufen und dann umgedreht. Insgesamt etwa 10 Km. Der Rückweg war, im Gegensatz zum Hinweg,  der reinste Spaziergang. Es ging immer schön bergab.

Problematisch war die Hitze in den Bergen.

Dabei hatten wir heute den ganzen Tag etwas richtig besonderes hier auf der Insel. Einen wolkenverhangenen Himmel. Doch kaum war ich draußen, knallte die Sonne mit gewohnter Intensität. Auf der etwas flacheren Wegstrecke, blies zum Glück noch etwas Wind. Doch in den Bergen regte sich kein Lüftchen. Dazu kam die Hitze, die die Felsen von sich gaben.

Die Autofahrer haben mich mit einer Mischung aus Bewunderung und Mitleid angesehen. Ich habe jeden Moment damit gerechnet, dass neben mir ein Wagen hält, dem sehr freundliche Männer mit weißen Jacken entsteigen. Alarmiert von einem vorbeifahrenden PKW-Lenker.

Auf jeden Fall muss ich feststellen, dass das Training sich langsam auszuzahlen beginnt. Das Laufen ist lange nicht mehr so anstrengend, wie am Anfang.

Erstes Training nach der Zerrung

Die Wadenzerrung hat mich doch länger vom Training abgehalten als zuerst gedacht.

Erst am Donnerstag hatte ich mich wieder getraut einen Lauf zu machen. Ich bin es betont ruhig angegangen, da ich keine erneute Verletzung riskieren wollte. Von Arinaga nach Carizal und zurück in 55 Minuten. Es dürften so um die zehn Kilometer oder ein wenig mehr gewesen sein.

Am Freitag habe ich dann wieder meine Schwimm-, Laufeinheit absolviert. Also 6 Kilometer zum Schwimmbad gelaufen, 1,1 Km gekrault und zurück gelaufen.

Das Schwimmen geht wirklich von Mal zu Mal besser. Die Pausen nach den einzelnen Bahnen betragen nur noch max. 10 Sekunden. Es wird wohl nicht mehr lange dauern, bis ich ohne Pause durchschwimmen kann.

Am Ende der Schwimmstrecke habe ich gemerkt, wie sich wieder ein Krampf ankündigte. Ich habe es nicht drauf ankommen lassen und sofort abgebrochen. Da ich genug Magnesium intus hatte, vermute ich das die Krämpfe einfach durch die ungewohnte Belastung ausgelöst werden. Dies wird sich also im Zuge des weiteren Trainings geben.

Die Laufstrecken habe ich jeweils in 35 Minuten zurückgelegt. Auf dem Hinweg läuft man fast die ganze Strecke bergauf und auf dem Rückweg gegen den Wind.

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